Neuraltherapie - Heilung über das autonome Nervensystem

Nach den Begriffen der Universitätsmedizin lautet die Definition dieses Verfahrens:

 

Neuraltherapie ist die gezielte Beeinflussung von örtlich begrenzten oder auch Allgemeinstörungen des Organismus unter Zuhilfenahme des vegetativen Nervensystems. Dabei werden periphere und/oder zentrale Strukturen des Vegetativums durch gezielte Umflutung mit Procain reversibel blockiert. Diese reversible kurzzeitige Impulsunterbrechung erfolgt mit dem Ziel einer Normalisierung der vegetativen Membranfunktionen im Injektionsgebiet und nachfolgender Reharmonisierung der von hieraus gestörten Regelkreise.

 

Das „vegetative System" wird definiert als die Gesamtheit aller Organe und Gewebe, die von vegetativen Efferenzen innerviert werden. Das vegetative Nervensystem hat die Aufgabe, die relative und eng begrenzte Autonomie der Körperzellen zweckmäßig und anpassungsfähig zu koordinieren, d. h. gemeinsam mit dem endokrinen System die Homöostase des Organismus aufrechtzuerhalten.

 

Dieses vegetative System, bestehend aus den beiden „Zügeln" Sympathikus und Parasympathikus, ist ein hochvernetztes biokybernetisch arbeitendes Regulationssystem. Es kommt seiner Aufgabe der Homöostaseerhaltung dadurch nach, dass es in sogenannten Regelkreisen jeweils die aktuellen Ist-Werte der Organfunktionen den biologisch erforderlichen, quasi einprogrammierten Soll-Werten angleicht, und zwar mit Hilfe von Impulssteigerung oder Impulsdämpfung.

 

Quelle: www.neuraltherapie.de